
Pelz als eine der natürlichsten und sicherlich schönsten
Formen von Bekleidung hat in Jahrtausenden kaum etwas von seiner
Faszination auf den Menschen verloren. Vor jeder Diskussion
über Pelz sollte man sich darüber klar werden, woher
die verwendeten Felle eigentlich stammen. Die meisten Pelze
werden heutzutage aus Fellen hergestellt, die aus landwirtschaftlicher
Nutztierhaltung auf der grünen Wiese (16%) und in Farmen
(44%) stammen oder die bei der Schädlingsbekämpfung
so genannter Schädlinge anfallen (31%). Felle aus ökologisch
notwendiger Hegejagd haben einen Anteil von 9%.
Viele Tiere dienen also als Fleischlieferanten. Der Mensch schlachtet
sie, um sich zu ernähren - Lederhäute und Pelzfelle
sind dabei Nebenprodukt.

Jährlich werden auf der Erde etwa 275 Millionen Rinder
geschlachtet. Dazu kommen 435 Millionen Schafe und 190 Millionen
Ziegen. Neben dem Fleisch fallen also rund 900 Millionen Tierhäute
an, die man selbstverständlich ebenfalls verwertet: in
der Gerberei oder Veredelungsbetrieben entsteht das Naturprodukt
Leder. Es wird zu Schuhen, Kleidungsstücken, Taschen, Gürteln,
Möbeln, Autositzen und anderen Produkten verarbeitet, die
für die meisten Menschen ein vollkommen selbstverständlicher
Bestandteil ihres täglichen Lebens sind.
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Samt-Bisam Chassuble
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Pelzfelle sind ebenfalls nichts anderes als Leder – Leder,
das seine Haare behalten hat. Hiervon werden etwa 90 Millionen
im Jahr verarbeitet, wobei – wie oben schon gezeigt –
der weitaus größte Teil ein Produkt der Landwirtschaft
ist. Leder und Fleisch ja, Pelz nein? Der Ursprung ist der gleiche.
Die Entscheidung liegt bei Ihnen.
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